Rhabarberkuchen mit Baiser

Es gibt Rezepte, die kommen und gehen. Und dann gibt es Rezepte wie dieses hier – die seit fast zwei Jahrzehnten immer wieder gebacken, geteilt und geliebt werden. Birgit1980 hat diesen Rhabarberkuchen mit Baiser bereits im Jahr 2007 auf der Plattform veröffentlicht, und seitdem hat er sich still und leise zu einem der beliebtesten Frühlingsrezepte im deutschsprachigen Raum entwickelt. Über 800 Bewertungen, mehr als 700 Kommentare und ein Durchschnitt von 4,7 von 5 Sternen – das spricht für sich.

Was macht diesen Kuchen so besonders? Er ist nicht nur unglaublich lecker, sondern auch erstaunlich schnell zubereitet. In nur 20 Minuten Vorbereitungszeit steht der Teig bereit. Nach insgesamt rund einer Stunde und fünf Minuten kommt ein echter Hingucker aus dem Ofen: ein knuspriger Mürbteigboden, eine cremige Rhabarberfüllung und eine goldene, luftige Baiserschicht obendrauf. Für Einsteiger und erfahrene Hobbybäcker gleichermaßen geeignet – Schwierigkeitsgrad: normal.

Auf einen Blick

Vorbereitungszeit: 20 Minuten Gesamtzeit: 1 Stunde 5 Minuten Schwierigkeitsgrad: Normal Ernährungsweise: Vegetarisch Kalorien: ca. 2.768 kcal (gesamt, für die gesamte Form) Makronährstoffe (gesamt): Eiweiß ca. 58 g | Fett ca. 112 g | Kohlenhydrate ca. 370 g Backform: Springform 26 cm

Die Zutaten – übersichtlich nach Komponenten aufgeteilt

Mürbteigboden

  • 250 g Mehl
  • 125 g Margarine
  • 80 g Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 2 Eigelb

Rhabarberfüllung

  • 600 g frischer Rhabarber
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillepudding-Pulver
  • 400 ml Milch

Baisermasse

  • 2 Eiweiß
  • 100 g Puderzucker

Rhabarberkuchen mit Baiser

Der schnellste Rhabarberkuchen mit Baiser – knuspriger Mürbteig, cremige Rhabarberfüllung und luftiges Baiser. Mit 4,7 Sternen und über 800 Bewertungen ein echtes Lieblingsrezept der Community.
Prep Time 20 minutes
Cook Time 45 minutes
Total Time 1 hour 5 minutes
Servings: 12 Stücks
Course: Dessert
Cuisine: Deutsch
Calories: 231

Ingredients
  

  • Mürbteigboden
  • – 250 g Mehl
  • – 125 g Margarine
  • – 80 g Zucker
  • – 1 TL Backpulver
  • – 2 Eigelb
  • Rhabarberfüllung
  • – 600 g Rhabarber frisch
  • – 80 g Zucker
  • – 1 Päckchen Vanillepudding-Pulver
  • – 400 ml Milch
  • Baisermasse
  • – 2 Eiweiß
  • – 100 g Puderzucker

Method
 

  1. Eier trennen. Mehl, Margarine, Zucker, Backpulver und Eigelb zu einem glatten Mürbteig verkneten und in eine gefettete Springform (26 cm) drücken. Einen kleinen Rand hochziehen.
  2. Rhabarber waschen, schälen und in 1–2 cm große Stücke schneiden. Mit Zucker vermengen und 10 Minuten ziehen lassen.
  3. Vanillepudding nach Packungsanleitung mit der Milch kochen – optional einen Teil der Milch durch den abgesiebten Rhabarbersaft ersetzen. Den warmen Pudding mit den Rhabarberstücken vermengen und leicht abkühlen lassen.
  4. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Rhabarber-Puddingmasse gleichmäßig auf dem Mürbteigboden verteilen und 20 Minuten backen.
  5. Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, Puderzucker nach und nach einrieseln lassen bis die Masse glänzt. Auf den vorgebackenen Kuchen streichen, Spitzen ziehen. Temperatur auf 160 °C reduzieren und weitere 25 Minuten backen.

Notes

– Einen TL Speisestärke unter die Baisermasse mischen für extra Stabilität.
– Eier der Größe M verwenden – zu große Eier machen das Baiser weich.
– TK-Rhabarber direkt in den warmen Pudding geben, damit er gleichmäßig auftaut.
– Baiser noch feucht? Ofen ausschalten und Kuchen bei leicht geöffneter Tür 15–20 Minuten nachtrocknen lassen.
– Im Kühlschrank 2–3 Tage haltbar. Am ersten Tag am besten.

Zubereitung – Schritt für Schritt

Schritt 1: Den Mürbteigboden vorbereiten

Zuerst die Eier trennen – Eigelb für den Teig, Eiweiß für das Baiser (beide am besten direkt in separate Schüsseln geben und das Eiweiß kalt stellen). Mehl, Margarine, Zucker, Backpulver und Eigelb zu einem glatten Mürbteig verkneten. Wer warme Hände hat, arbeitet besser zügig – Mürbteig liebt die Kälte. Den Teig in die gefettete Springform drücken, dabei einen kleinen Rand hochziehen. Kurz beiseite stellen.

Schritt 2: Den Rhabarber vorbereiten

Den Rhabarber waschen, schälen und in etwa 1–2 cm große Stücke schneiden. Mit dem Zucker vermengen und etwa 10 Minuten ziehen lassen, damit sich der Saft löst. Dieser Schritt ist wichtig – der Rhabarber gibt viel Feuchtigkeit ab, die später beim Backen kontrolliert werden muss.

Schritt 3: Die Puddingfüllung kochen

Den Vanillepudding nach Packungsanleitung mit der Milch zubereiten – wer möchte, kann einen Teil der Milch durch den abgesiebten Rhabarbersaft ersetzen. Das gibt der Füllung eine natürliche, leicht säuerliche Note. Den noch warmen Pudding mit den Rhabarberstücken vermengen und kurz abkühlen lassen, damit der Boden beim ersten Backen nicht aufweicht.

Schritt 4: Erster Backgang

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Rhabarber-Puddingmasse gleichmäßig auf dem Mürbteigboden verteilen. Den Kuchen 20 Minuten backen – der Boden soll leicht goldbraun werden, die Füllung fest anziehen.

Schritt 5: Das Baiser aufschlagen und fertig backen

Während der Kuchen im Ofen ist, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Den Puderzucker dabei nach und nach einrieseln lassen, bis eine glänzende, feste Masse entsteht. Den Kuchen kurz aus dem Ofen nehmen, die Baisermasse locker daraufstreichen und dabei kleine Spitzen ziehen – so bekommt das Baiser beim Backen seine typische goldene Oberfläche. Temperatur auf 160 °C reduzieren und weitere 25 Minuten backen.

Profi-Tipps aus der Community

Nach fast 20 Jahren und tausenden Rückmeldungen hat sich einiges angesammelt. Hier die besten Tricks, die den Unterschied machen:

Baiser stabilisieren: Wer sein Baiser besonders standfest möchte, gibt einen gestrichenen Teelöffel Speisestärke unter die Eiweiß-Zucker-Masse. Das verhindert, dass das Baiser nach dem Backen zusammenfällt oder wässrig wird.

Keine zu großen Eier verwenden: Zu viel Eiweiß im Verhältnis zum Puderzucker macht das Baiser weich. Am besten Eier der Größe M nehmen.

Vollkornmehl und leichtere Fette: Wer den Kuchen etwas gesünder gestalten möchte, kann die Hälfte des Mehls durch Vollkornmehl ersetzen und fettreduzierte Butter oder Halbfettmargarine nutzen – der Teig wird etwas fester, bleibt aber gut formbar.

Tiefkühlrhabarber als Alternative: Wer keinen frischen Rhabarber bekommt, kann auch TK-Rhabarber verwenden. Wichtig: Den gefrorenen Rhabarber direkt in den noch warmen Pudding geben – so kühlt der Pudding schonend herunter und der Rhabarber taut gleichmäßig auf.

Baiser zu feucht? Wenn das Baiser nach dem Backen noch zu weich ist, einfach den Ofen ausschalten und den Kuchen bei leicht geöffneter Ofentür weitere 15–20 Minuten drin lassen. Die Restwärme trocknet das Baiser sanft nach.

Mehr Inspiration für Rhabarber-Fans

Wer diesen Kuchen liebt, wird auch folgende Rezepte mögen – ebenfalls mit Topbewertungen in der Community:

  • Rhabarberkuchen mit Vanillecreme und Streuseln – ein Klassiker vom Blech für die ganze Familie
  • Der beste Käsekuchen der Welt – cremig, schwer und unwiderstehlich
  • Erdbeerkuchen mit Pudding – der perfekte Begleiter für den Frühsommer

Und wer mehr von Birgit1980 entdecken möchte: Ihre Cupcake-Rezepte sind ebenfalls in der Community legendär.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Rhabarberkuchen mit Baiser einfrieren?

Grundsätzlich ja, allerdings leidet die Baiserschicht beim Einfrieren und Auftauen deutlich – sie wird weich und verliert ihre Textur. Besser ist es, Boden und Füllung einzufrieren und das Baiser frisch aufzuschlagen.

Warum wird mein Baiser nicht steif?

Das häufigste Problem: Eigelbreste im Eiweiß oder eine fettige Schüssel. Beides verhindert, dass das Eiweiß richtig aufschlägt. Schüssel und Rührbesen vorher mit einem Spritzer Zitronensaft auswischen – das hilft.

Kann ich den Kuchen auch auf dem Blech backen?

Ja, mit der doppelten Teigmenge lässt sich das Rezept problemlos auf ein normales Backblech (ca. 30 x 40 cm) übertragen. Die Backzeiten bleiben nahezu gleich.

Wie lange ist der Rhabarberkuchen haltbar?

Im Kühlschrank hält er sich gut abgedeckt 2–3 Tage. Da das Baiser mit der Zeit Feuchtigkeit zieht, schmeckt der Kuchen am ersten Tag am besten.

st das Rezept auch für Anfänger geeignet?

Absolut. Mürbteig, Pudding kochen und Baiser schlagen – alles Grundtechniken, die mit etwas Sorgfalt wunderbar gelingen. Die Community-Tipps helfen dabei, typische Fehler von Anfang an zu vermeiden.